Gruppenwachstum

Stillstand: Ein Fremdwort für jedes Startup – Wenn das Team wächst

Kaum eine Zeit ist so stark von Wandel geprägt, wie das erste Jahr nach der Gründung. Das weiß jeder, der selbst zum Team eines Startups oder zur Gründerszene gehört. Was anfangs als fixe Idee unter Freunden beginnt, entwickelt sich schnell zu einem konkreten Projekt. Doch so schön es auch ist, positives Feedback zu bekommen und zu sehen, dass all die Anstrengungen endlich Realität werden, es kommt der Punkt, an dem Ihr merkt: Wir können nicht mehr alle Aufgaben alleine meistern.

Großes aus kleinem Ursprung

SellUp TeamGenau so ging es auch uns bei SellUp. Ein Schreibtisch im eigenen Büro? Fehlanzeige. Stattdessen gab es am Anfang bloß eine einfache Couch im Keller, von der aus Konzepte entwickelt und die ersten wichtigen Termine vereinbart wurden. Damals noch in völliger Eigenregie, wurde das Unternehmen langsam auf die Füße gestellt. Michael Kreider und Nikolas Schran, Gründer der SellUp Consulting GmbH, erinnern sich noch genau:

„Es war in jedem Fall eine gute Idee, klein anzufangen, aber es verlangt auch einiges an Disziplin, von Zuhause aus zu arbeiten.“ ­– Michael Kreider

Trotz lockerer Atmosphäre darf nämlich nie in Vergessenheit geraten: Am Ende des Tages geht es darum, langfristig schwarze Zahlen zu schreiben und aus der innovativen Idee ein funktionierendes Geschäft aufzubauen. Es ist deshalb essentiell, den richtigen Zeitpunkt zum Absprung nicht zu verpassen. So hat sich unser Arbeitsplatz aus dem Keller ins erste gemeinsame 130qm große Büro verlagert und auf der Couch sitzen heute nicht mehr zwei, sondern sieben.

 

Größere Chancen und mehr Herausforderungen

Es ist klar, dass sich einiges ändert, sobald Ihr Euch entscheidet, neue Köpfe mit an Bord zu holen. Dabei sind die meisten, der anfallenden Veränderungen, positiver Natur. Hierzu zählt auch einen großen Teil der operativen Aufgaben ans Team abzutreten. Auf diese Weise gewinnt Ihr wertvolle Zeit, die Ihr nutzen könnt, um strategischen Prioritäten nachzukommen und dem Unternehmen weiterhin zu Wachstum zu verhelfen.

Aber genau hier liegt auch eine der größten Herausforderungen, mit denen ein Gründer zu kämpfen hat: lernen zu delegieren. Über Monate haben jegliche Aufgaben alleine in Euren Händen gelegen – Das gesamte Startup pulsierte um Eure Person, und plötzlich müsst Ihr Verantwortung abgeben. Schritt für Schritt führt Ihr Eure Teammitglieder an ihre Verantwortungsbereiche heran. Indem Ihr Ihnen Freiräume lasst und das Gefühl gebt, die anfallenden Aufgaben eigenständig  lösen zu können, motiviert Ihr sie alles zu geben und auch neue Ansätze mit einzubringen.

Gerade in der Anfangsphase ist das sicher kein einfacher Schritt. Besonders, weil sich einige Herangehensweisen von Euren bisherigen unterscheiden werden. Aber genau darin besteht eine der großen Chancen des Wachstums. Neue Menschen bringen auch immer neue Ideen und frischen Wind mit sich und genau das treibt Euer Unternehmen langfristig voran. Stillstand ist bekanntlich ein Fremdwort für jedes Startup.Ideen über Ideen

Aber nicht nur neue Ideen kommen in ein wachsendes Team, sondern auch mehr Meinungen die beachtet werden müssen. Plötzlich ist man nicht nur noch für sich selbst verantwortlich, sondern auch für andere. Langfristig will ein wachsendes Team aber auch koordiniert werden. Es ist normal, dass gerade zu Beginn jeder alles macht und jeder dabei in gewisser Hinsicht von jedem lernt. Ein Startup lebt zwar von einer ungezwungenen Arbeitsatmosphäre,es ist aber wichtig nicht  zu vergessen, dass man nicht mehr in einer Projektgruppe an der Uni, sondern einem Unternehmen arbeitet, das Ziele verfolgt. Ab einer gewissen Größe ist es daher unvermeidbar auch gewisse Strukturen einzuführen.

 

Noch lange kein Ende in Sicht

Auch wir stehen mit SellUp noch immer am Anfang. Mit jedem neuen Teammitglied gewinnen wir einen kreativen Kopf dazu, der neue Ideen mitbringt und uns vielleicht dazu anregt das Bisherige wieder neu zu hinterfragen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis wir eine zweite Couch für unser Büro besorgen müssen.