Startup vs Konzerne im Fokus

Wenn Konzerne Startups kopieren – Das Negativbeispiel

Startups leben von Ihrer Innovationskraft und ziehen haufenweise qualifizierte Kräfte an. Das ist mittlerweile auch den großen Konzernen aus Dax und Co. aufgefallen. Um mit diesen jungen Unternehmen mithalten zu können, gibt es für Konzerne zwei Wege: erstens kopieren oder zweitens kaufen.

Kopieren ist keine Lösung

Nicht nur unrühmlichen Politikern ist das wissenschaftlich nicht sonderlich anerkannte Copy-Paste-Verfahren schon mehrfach auf die Füße gefallen, sondern auch großen Konzernen. Wir werden in den kommenden beiden Blogposts zeigen, dass das aber nicht die Regel sein muss. Beginnen wir mit dem Negativbeispiel.

Eines vielleicht vorweg: Dass Konzerne nicht immer den ausgeprägten Coolness-Faktor mitbringen, der vielen Startups in die Wiege gelegt zu sein scheint, liegt in der Natur der Sache. Was die meisten Gründer eint, ist Ihre Innovationskraft, die mitunter das wichtigste Asset eines jungen Unternehmens ist. Doch woher kommt dieser Vorteil?

Not macht erfinderisch

Aus der Not eine Tugend zu machen, ist wahrscheinlich einer der prägnantesten Gründe, die hier angeführt werden sollten. Bei oftmals bescheidenen Budgets ist Kreativität ein Muss um gegenüber den „Big Playern” bestehen zu könStartups vs Konzernenen. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Marketing-Bereich. Startups befinden sich aufgrund ihrer beschränkten finanziellen Mittel nahezu nie mit größeren Unternehmen auf Augenhöhe und sind somit gezwungen unkonventionelle Wege zu gehen. An dieser Stelle folgt die nächste Phrase: Not macht erfinderisch. Besser lässt sich dieser Umstand definitiv nicht beschreiben.

„Im Kern kann man also sagen, dass Startups zu Kreativität und Einfallsreichtum gezwungen werden um den gestandenen großen Unternehmen Paroli bieten zu können.”- Nikolas Schran.

Wie weit diese Innovationskraft ausgeprägt ist, zeigt der “Deutsche Startup Monitor 2016“. Hier wurden Startups zu ihrer aktuellen Situation befragt. Im Hinblick auf ihre eigene Innovationskraft sagen 44,3% der 1.156 Befragten, dass ihr Produkt eine weltweite Marktneuheit darstellen würde. Darüber hinaus sehen 15,3% ihr Produkt als EU-weite Marktneuheit an.

Ein Leichtes ist es nun abzulesen, warum Konzerne solche Innovationen und Ideen übernehmen und ebenfalls in ihr Portfolio aufnehmen. Dass dies nicht immer von Erfolg gekrönt ist liegt daran, dass jede Idee oder Innovation nur so stark ist, wie das Team dahinter. Die Rechnung, Mitarbeitern eine Idee aufzuzwingen und dabei zu erwarten, dass sich diese vollends damit identifizieren, sie sogar als ihr „Baby” betrachten und sich auch entsprechend dafür einsetzen, geht nahezu nie auf.

Der Wert des Gedankengutes

Dazu kommt noch ein entscheidender Unterschied: Startups sind aufgrund ihres geringen finanziellen Polsters eher dazu bereit, ein manchmal nicht hundertprozentig perfektes Produkt auf den Markt zu schmeißen. Hier wiederum genießt das junge Unternehmen Luxus, denn dies können Konzerne aufgrund von „Abfärbungseffekten” nicht durchsetzen.

Damit die Reputation eines großen Unternehmens nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, gehen Konzerne erst dann mit Ihrem Produkt vor die Tür, wenn es perfekt ist.

Am Ende des Tages gilt eins: Gedankengut ist der Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Es geht nicht immer darum, die beste Idee zu haben, sondern wie ich mit „meiner” Idee umgehe. Wären Mitarbeiter großer Unternehmen daran interessiert den steinigen, meist unkonventionellen Weg eines Gründers zu gehen, so würden sie sich selber selbstständig machen.

Zukunftsaussichten

Innerhalb der alteingesessenen Unternehmen muss sich in den kommenden Jahren einiges ändern:

-Lasse ich die Digitalisierung Einzug erhalten, so ändert sich auch die Denkweise meiner Mitarbeiter.

-Lasse ich meinen Mitarbeitern mehr Freiraum um auch einmal außerhalb der Box zu denken, so erhalte ich Ideen.

-Lasse ich Veränderungen zu, ohne zu befürchten, die Kontrolle zu verlieren, so schaffe ich den Nährboden meiner Zukunft noch erfolgreicher zu gestalten.

Eins darf dabei aber nicht vergessen werden: Digitalisierung ist keine Diät, die man einmal durchführt und dann abschließt, sondern vielmehr eine weitreichende Ernährungsumstellung.
Wie positive Beispiele in diesem Kontext aussehen können, zeigen wir Euch kommende Woche!